Pressearchiv

04.11.2014, 09:13 Uhr | Weserbergland Nachrichten
Otto Deppmeyer zeigt sich irritiert: SPD und Grüne haben Löhner Bahnstrecke trotz Bürgerprotest neu nach Berlin gemeldet
Otto Deppmeyer (CDU) kritisiert Abstimmungsverhalten der Landtags-SPD zur Planungsvariante der Güterbahn-Transitstrecke im Weserbergland
Von Ralph Lorenz und Frank Weber

Samstag 1. November 2014 - Hameln/ Coppenbrügge (wbn). Ist die SPD in Sachen Güterbahn- Transitstrecke im Niedersächsischen Landtag in Hannover eingeknickt? Der CDU-Landtags-abgeordnete Otto Deppmeyer zeigt sich auf jeden Fall schwer irritiert vom Abstimmungsverhalten der SPD-Riege und der Grünen. Die rot-grüne Landesregierung habe den sogenannten "Planfall 33" - die Eisenbahnstrecke nach Löhne - "neu zur Bewertung nach Berlin gemeldet" und damit "wieder ins Rennen geschickt". Das sei bei der vorangegangenen CDU/FDP-Landesregierung nicht der Fall gewesen.




Hier geht es direkt zum Video: 



Deppmeyer: "Für mich ist es nicht nachvollziehbar wie man so schnell in so kurzer Zeit entschieden seine Meinung verändern kann." Erst als Unterstützer der BI Transit Weserbergland dagegen, dann mit seiner Landesregierung dafür - "das passt gar nicht, das ist nicht nachvollziehbar". Erschwert werde die Situation auch dadurch, dass von der Deutschen Bahn nunmehr die Altenbekener Strecke ins Gespräch gebracht wurde. Das bringe mit sich, "dass dann die Löhner Bahn nur von Hameln bis hinter Elze ausgebaut werden müsste" weil die Weiterführung hinter Altenbeken heute schon den Standards entspreche.
Fortsetzung von Seite 1

Diese Variante über Bad Pyrmont erhöhe noch die Gefahr weil sie sehr viel kostengünstiger erscheine, befürchtet der CDU-Landtagsabgeordnete in dem Video-Interview mit den Weserbergland-Nachrichten.de Das würde wahrscheinlich weniger als die Hälfte der Ausbaukosten für die Gütertransitstrecke verursachen. Dies sei eine besondere Gefahr für das Weserbergland, da die Planung in Berlin gerade auch unter Kostengesichtspunkten geprüft werde. Deppmeyer ermutigt die heimische Bürgerinitiative rechtzeitig ihren Widerstand deutlich zu machen. Die Bürgerinitiative BI Transit Weserbergland wird übrigens am Freitag, 14. November, in Bad Pyrmont zum Stand der Dinge informieren.

Hierzu sind seitens der Bürgerinitiative alle interessierten Bürger aus der Region Weserbergland eingeladen. Die Veranstaltung wird mit Flyern und Plakaten in allen Orten entlang der zur Disposition stehenden Streckenführungen von Salzhemmendorf über Coppenbrügge, Hameln, Hessisch Oldendorf bis Rinteln beziehungsweise von Emmerthal, Bad Pyrmont bis nach Lügde beworben.